Vimeo ohne Flash im Firefox

Der Videodienst vimeo ist oft die Heimat toller Videos. Und natürlich kann er seit einiger Weile auch ohne Flash zum Anschauen der Videos verwendet werden. Die Stichwörter dazu sind HTML5 Video-Tag mit H.264. Leider wollte das bei mir nicht funktionieren und so bekam ich die Meldung This video can’t be played with your current setup.

Für den Zugriff nutze ich Firefox. Flash ist auf diesem Rechner natürlich nicht installiert. Durch einen Entwickler bei vimeo bekam ich dann den Hinweis, dass ich mir gstreamer1 installieren solle und damit kam ich auf die richtige Fährte.

Mit dem folgenden Befehl habe ich auf Ubuntu 15.04 die fehlende Lib nachinstalliert:

sudo apt-get install gstreamer1.0-libav

Bergrennen?

Ich mag das Radeln, besonders das schnelle, aber an Rennen habe ich mich bisher nicht versucht. Das wird sich am Sonntag ändern.

Das erste Rennen wird auch gleich etwas außergewöhnliches, denn es geht um ein Zeitfahren am Berg. Die krasseren machen das Fixed Gear oder Laufen, ich werde es in der offenen Kategorie mit dem Rennrad bestreiten.

Möglichst schnell soll der Feldberg im Taunus erklommen werden. Die Strecke sind 11km und ein paar hundert Höhenmeter. Nichts wildes, aber es wird natürlich herausfordernder, wenn man dann versucht möglichst schnell dort hinauf zu fahren! Das ganze nennt sich Rad Race Bergfest.

Vor ein paar Tagen war ich dann ziemlich aufgeregt, aber das hat sich wieder gelegt. Ich freue mich drauf und bin gespannt, wie es vor Ort sein wird. Und: Ich habe Bock zu radeln!

Energizer Nightrun in Wiesbaden

Das Wochenende haben wir diesmal auf etwas ungewöhnlichere Weise eingeleitet: wir haben Freitag Abend an einem Lauf teilgenommen.

Die Reise führte ins ferne Wiesbaden, wo im Rahmen der Ironman 70.3 Europameisterschaft der Energizer Nightrun stattfand. Wir haben also erstmal die Startunterlagen beim Kurpark abgeholt und dann ging es erstmal zu MoschMosch. Man sollte einen solchen Lauf nie ohne gute Grundlage beginnen!

Gut gestärkt begaben wir uns auf das Messegelände, denn ich wollte mir ein paar Produkte anschauen. Das hat sich leider sehr schnell erledigt, denn die meisten Hersteller hatten ihre Zelte geschlossen. Sehr schade, aber ich habe Verständnis dafür, da es offiziell erst am Samstag geöffnet hatte.

So konnten wir früh im Startbereich stehen. Immer mehr Läufer fanden sich ein. Jeder hatte die Stirnlampe, auf, die es mitsamt einen Laufshirt im Starterpaket gab. Viele hatten auch andere Sachen dabei die leuchteten, manche waren sogar mit Leuchtfarbe bemalt.

Der Name hat schon verraten, dass es durch die Nacht ging. Das war ziemlich toll, da überall etwas leuchtete und auf dem Weg außerdem Künstler für Stimmung sorgten. Das war dadurch definitiv etwas anderes!

Während dem Lauf war ich sehr begeistert von der Wirkung von Reflektoren an Kleidung. Schien ein bisschen Licht darauf, war es gleich gut sichtbar. Ich frage mich seitdem wieso nicht jedes Radtrikot so etwas hat, da es die Sichtbarkeit unglaublich erhöht! Selbst kleine Streifen reichen aus, dass man bei Dunkelheit wirklich gut erkannt werden kann.

Nach dem Zieleinlauf gab es Getränke und Obst. Leider gab es kein Obst mehr für uns, was ich sehr schade fand. Aber wir sind mit alles anderem als einem leeren Magen gestartet, weshalb es zu verkraften war ;)

Ob ich nächstes Jahr wieder teilnehmen möchte steht noch in den Sternen und wird vermutlich mehr oder minder spontan entschieden, da Wiesbaden nicht gerade um die Ecke liegt.

PS: Einen weiteren Bericht zum Lauf findet ihr hier.

Darmstadts erste Fahrradstraße

Letzte Woche bin ich zufällig ganze zwei Mal durch die erste Fahrradstraße Darmstadts gefahren. Bereits zuvor hatte ich im Netz davon gelesen, plötzlich war ich mittendrin.

Darmstadt hat jetzt also eine Fahrradstraße. Also eine Verkehrsbereich, in dem Fahrradfahrer Vorfahrt haben. Liest sich gut für mich, könnte es doch bedeuten, dass man sich in Darmstadt bemüht fahrradfreundlich zu werden und damit von der katastrophalen Verkehrsgestaltung der Vergangenheit abrückt.

Leider war ich direkt beim Durchfahren der Fahrradstraße auch gleichzeitig wieder sehr enttäuscht. Denn die Fahrradstraße ist sehr kurz. Sind es noch 200 Meter oder ist es noch weniger?

Konsequent durchgeführt finde ich es nicht. Die Straße wurde angeblich ausgewählt, weil dort ein sehr hohes Fahrradaufkommen ist. Wieso hat man dann den Bereich bei der Ampel ausgespart? Auch die Straßen rund um die Kuppelkirche hätte man in meinen Augen dazu nehmen können. Hätte es in irgendeiner Weise die dort parkenden Autos behindert?

Ich hoffe wirklich, dass es sich hierbei nur um den Anfang einer Verkehrspolitik handelt, die Fußgänger, Fahrrad und motorisierten Verkehr auf Augenhöhe betrachtet!

Einfach radeln: Radtourenfahrten

Wenn ich am Wochenende Zeit habe, dann versuche ich eine Runde Fahrrad zu fahren. Manchmal ist es nur eine kleine Runde, aber manchmal habe ich genug Zeit für eine ausgiebige Fahrt. Und mit ein bisschen Glück findet in der Umgebung eine RTF statt. Dafür stehe ich dann auch am Wochenende früh morgens gerne auf!

Radtourenfahrten (kurz RTF), sind von Vereinen ausgerichtete Rundfahrten. Die Strecken sind ausgeschildert und so gestaltet, dass man verschiedene Distanzen fahren kann. Meist sind es Distanzen zwischen 40 und 150 Kilometern. Unterwegs gibt es Kontrollpunkte, an denen man seine Teilnahmekarte abstempeln lassen kann. Die Teilnahmekarten erhält man am Start gegen einen kleinen Obulus. Meist sind es 7-8€, Mitglieder des Bundes Deutscher Radfahrer zahlen weniger. Dafür gibt es dann an den Kontrollpunkten die Möglichkeit seine Getränkeflasche wieder aufzufüllen und Süßes oder Salziges für den Magen.

Ich habe große Freude an den Fahrten! Die Touren führen über für Rennräder gut geeignete Straßen und sind durch die Vereine ausgeschildert. Am schönsten ist es, wenn man die Strecken nicht alleine, sondern als Gruppe bestreiten kann. Das macht nicht nur mehr Spaß, Gruppenfahren ermöglicht in der Regel auch ein schnelles Vorankommen, bei dem es trotzdem immer wieder Möglichkeiten zur Erholung gibt. Selten sind Gruppen reine Zweckgemeinschaften, meist schnackt man während der Fahrten auch und stärkt sich anschließend gemeinsam im Ziel. Falls man nicht vom Start an in einer Gruppe fährt, findet sich unterwegs meist eine Truppe, bei der man mitfahren kann. Wer möchte kann die Strecke natürlich auch alleine bestreiten.

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Shadowrun Spielleiter: Flexibel bleiben

Seit Anfang des Jahres treffe ich mich mit Freunden regelmäßig um Shadowrun zu spielen - die Pen and Paper-Variante. Dabei übernehme ich die Rolle des Spielleiters, schaffe Szenen und Geschichten, bin Verbündeter und Feind zugleich. Für die Spieler sind die Geschichten Missionen, bei denen sie für geheimnisvolle Auftraggeber in der fiktiven Welt (meist illegale) Sachen erledigen sollen.

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Mit der Welt um die Wette laufen

Vor einer Woche stand ein großes Laufevent an. Groß im Sinne von weltweit, groß im Sinne von vielen Teilnehmern. Und trotzdem war mir das Event vorher nicht wirklich bekannt.

Die Läufer unter euch wissen schon, dass es sich um den Wings for Life Worldrun handelt. Bei diesem Lauf werden die Startgelder für die Rückenmarksforschung gespendet - die Veranstaltung lebt von vielen Freiwilligen und Sponsoren, welche all das möglich machen.

Besonders wird der Lauf nicht nur durch seinen Charity-Charakter, sondern auch durch den Ablauf: 30 Minuten nach dem Startschuss fährt das so genannte Catcher Car mit konstanter Geschwindigkeit von 15km/h los. Überholt es einen Läufer, ist dieser aus dem Rennen. Eine Streckenvorgabe gibt es nicht, jeder läuft so weit er kann. Damit auch die sehr schnellen Läufer eingeholt werden, wird das Auto nach einiger Zeit seine Geschwindigkeit erhöhen. Und als wäre das nicht besonders genug, fällt der Startschuss rund um den Globus zur gleichen Zeit - die einen Laufen morgens, die anderen Abends und in Deutschland startet man zur Mittagszeit.

Erstaunlich fand ich bereits beim Abholen der Startnummern die Professionalität, mit welcher das Event umgesetzt wurde. Große Wegweiser vor Ort, gut gefüllte Startbeutel. Neben dem mit diversen Kleinigkeiten, Lese- und Werbematerialien gefüllten Startbeutel gab es auch ein T-Shirt und Wasser sowie eine Dose Red Bull-Energydrink. Wir haben unsere Startnummer am Abend zuvor abgeholt und so gleich die Pasta-Party mitgenommen.

Bevor der Startschuss fiel, traf sich das Team der InteRes Worldrunners zum gemeinsamen Austausch und einer kleinen Fotosession. An der Stelle vielen Dank an InteRes, die nicht nur das Startgeld übernahmen, sondern auch die beteiligten Läufer mit Trikots ausgestattet haben.

So ein Lauf ohne konkretes Ziel ist erst mal sehr merkwürdig. Distanz oder Zeit sind für mich immer die Sachen bei einem Lauf gewesen, an welchen ich mich orientieren kann. Aber einfach so loslaufen und mal schauen? Ja, das geht. Das geht, das geht sogar sehr gut! Ich habe es sehr genossen auf diese Art zu laufen. Meine einzige Vorgabe an mich selbst war, dass ich mehr als 10 Kilometer laufen wollte.

Der erste Kilometer war zäh. Die gut ausgeschilderte Strecke führte die Läufer erst in den Norden Darmstadts, um dann nach Osten und schließlich in Richtung Pfungstadt zu führen. Auf der Strecke fanden sich in regelmäßigen Abständen Verpflegungsstationen, an welchen es Getränke und später auch Obst und Riegel gab.

Das Wetter war gut, bei 18-20° gab es zwischendurch leichten Nieselregen - eine wunderbare Abkühlung beim Laufen! Anfangs fand ich es wenig schwül, aber das verflog beim Laufen. Die vorsorglich mitgenommene Regenjacke kam beim Laufen nicht zum Einsatz.

Es lief gut. Ich habe mich auf meinen Körper konzentriert, habe versucht keine großen Schritte zu machen und in einem Tempo zu laufen, in welchem ich die angepeilten 10 Kilometer gut schaffen kann. Wie gut es lief wurde mir erst so richtig bewusst, nachdem ich die 20 Kilometer-Marke sah. Mensch, 20 Kilometer! So viel habe ich bisher noch nicht an einem Stück hinter mich gebracht. Und irgendwie waren die 21 Kilometer, für mich die magische Halbmarathon-Distanz, dann auch im Sack. So langsam wuchs dabei aber auch die Gewissheit, dass vermutlich bald das Catcher Car von hinten kommen würde.

Aber erst nach dem 24. Kilometer, hat es mich erwischt. Plötzlich viele Begleitfahrzeuge, Menschen fangen an zu sprinten - so auch ich. Ein letztes Mal alles rausholen, die Beschwerden ignorieren und noch ein paar Meter gut machen. Und dann war es vorbei.

Wer mitläuft, muss glücklicherweise nicht den Weg zurück laufen. Busse stehen an festgelegten Orten und sammeln die Läufer ein, bringen sie zum Start zurück. Hat gut geklappt, auch hier sehr professionelle Organisation.

Alles in allem war es ein großartiges Event! Mir hat es vor allem eines gebracht: Lust auf längere Läufe und auch daran an Events teil zu nehmen. Oben drauf gab es einen großen Muskelkater in den Beinen. Aber den habe ich gerne in Kauf genommen.

I Love Free Software

Ich will den heutigen I <3 Free Software-Day nutzen, um ein paar Dankesworte loszuwerden. Ich habe täglich damit zu tun und kann mir nicht vorstellen von diesen Projekten zu einer unfreien Alternative zu wechseln.

i3wm

Der Windowmanager ist seit meinem Wechsel zu ihm ein unverzichtbarer Teil meiner Arbeitsumgebung geworden. Er ist schnell, stabil und unglaublich flexibel. Außerdem funktioniert er grandios mit mehreren Monitoren.

Crunchbang Linux

Die auf Debian basierende Distribution gefällt mir durch die guten Voreinstellungen und die geringen Anforderungen. Leider hat der Maintainer corenominal sich dazu entschlossen die Weiterentwicklung aufzugeben, aber vielleicht wird es als Community-Projekt weiterleben.

KDE

Auch wenn ich mittlerweile selten KDE nutze, beobachte ich die Entwicklungen sehr gespannt. Über Jahre war KDE der Desktop meiner Wahl. Dabei spielten nicht nur die guten Anwendungen, sondern auch die vielen Anpassungsmöglichkeiten eine große Rolle. Gut finde ich auch, dass KDE eine moderne Umgebung schafft und nicht der Vergangenheit nachtrauert!

Z-Shell & oh-my-zsh

Da ich viel mit der Shell unterwegs bin, erfreue ich micht nur an der einfachen Möglichkeit die Shell schön auszusehen lassen, mit oh-my-zsh wird meine Shell zu einem besseren Werkzeug, das mich bei vielen Aufgaben sinnvolle Unterstützung gibt.

Python

Meine Lieblings-Programmiersprache, mit der ich noch immer viel Spaß habe und der ich vermutlich noch viele Jahre die Treue halten werde.

30 Tage vegan - mein Fazit

Für dreißig Tage haben die Frau und ich vegan gelebt. Erst mal als Experiment, begleitet durch das Buch Vegan for Fit von Attila Hildmann.

Das Buch bewirbt diese Tage als _Challenge_, in der man nicht nur die Ernährung (und ein paar andere Dinge) umstellen soll. Dazu gehört beispielsweise, dass man keinen Alkohol trinkt und Abends ab einer bestimmten Uhrzeit, bei uns war das 20 Uhr, nichts mehr isst. Nichts im Sinne von überhaupt nichts.

Wir haben uns vorher überlegt, was wir in dem Zeitraum Essen wollen und einen Plan aufgestellt. Das diente der Vermeidung von Überraschungen und der Möglichkeit besser auf Vorrat einzukaufen. Da einige Zutaten nur in geringen Mengen benötigt werden, hat sich das in meinen Augen schon gewohnt.

Die Wiederholungen beim Essen fand ich nicht schlimm, im Gegenteil gaben Sie Möglichkeiten die Rezepte eher an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Gerade in der ersten Woche waren wir teilweise sehr über die Mengen überrascht. Ich kann euch beruhigen: verhungern wird hier niemand, aber man will ja auch nicht drei Tage am Stück die gleiche Mahlzeit vor sich haben.

Die Portionen waren zumindest für mich erstmal eine Umstellung. Meistens gibt es bei mir Morgens auf Arbeit einen Kaffee und als Frühstück dann das: Das Frühstück, angeblich die wichtigste Mahlzeit des Tages, fällt bei VFF reichlich aus und bildet die Grundlage für den restlichen Tag. Nachdem ich zu Beginn wirklich kämpfen musste, habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt und will das Frühstück nicht mehr missen.

Glücklicherweise sind die Rezepte interessant und es gibt viel Abwechslung. Das gilt nicht nur fürs Frühstück, auch auf Mittag- und Abendessen trifft das ganze zu.

Rückblickend waren meine ersten Kontakte mit veganem Essen Kochrezepte, die ich irgendwo im Netz las und nachkochen wollte. Vermutlich bei bevegt und Frau Jupiter.

So ungewöhnlich die Idee anfangs klingen mag, das vegane Kochen ist wie "normales" Kochen auch, nur vielleicht mit anderen Zutaten. Ich könnte nicht sagen, welche Art der Nahrungszubereitung schneller oder langsamer ist oder mit mehr oder weniger Geschirr auskommt.

Nun gut, ein paar Unterschiede gibt es dann doch, denn man verzichtet auf tierische Erzeugnisse - kein Fleisch, Fisch, Eier und Milch, um mal die Hauptteile zu nennen. Dafür konzentriert man sich auf pflanzliches Essen, die Nahrung ist reich an Obst, Gemüse, Nüssen. Und einigen Produkten, die so ähnlich sind wie ihre tierischen Geschwister: Mandelmilch, Sojasahne. Tofu findet sich auch viel in den Rezepten. Tofu mochte ich bereits vorher sehr - ich liebe Tofu in kräftig gewürzten indischen Gemüse-Curries! Aber ich habe an der Stelle ein wenig zu meckern und das ist der Fokus auf einige teure Produkte, besonders genannt sei hier das Mandelmuß. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man auch Alternativen dazu hätte finden können.

Nachdem mein Körper gut mit Nahrung versorgt war, ist die andere Frage natürlich wie man sich dabei fühlt. Die erste Woche war okay, aber gegen Ende merkte ich, dass mir Snacks fehlten. Ich habe zuvor - eher unbewusst - eine Menge gesnackt. Hier ein Stückchen Schoki, da ein paar Gummitiere. Obwohl wir mit Frühstück, Mittagessen, Matcha-Shake (sehr, sehr toll!) und Abendessen den ganzen Tag über für unsere Versorgung geplant hatten, hatte ich zwischendurch das Verlangen nach Kleinigkeiten.

Das ist auch machbar, aber entweder man greift dabei auf Obst zurück oder muss selbst aktiv werden. Veganes Naschwerk ist prinzipiell im Laden zu bekommen, aber nicht überall und natürlich auch nicht alles. Die Liebste hat hier glücklicherweise reagiert und mich mit Crackern versorgt. So war ich deutlich weniger Grumpy. Später gab es dann noch selbstgemachte, vegane Schokolade und Amaranth-Frucht-Riegel. Die Riegel, die sind der Wahnsinn!

Man kann sie gut mitnehmen, was besonders unterwegs wichtig ist. Als Veganer muss man mit- und am besten vorausdenken. Ich habe während der veganen Zeit eine Schulung im Nirgendwo gegeben und muss gestehen, dass ich dort nicht vegan essen konnte. Je ländlicher die Gegend, desto schwieriger scheint es an veganes Essen oder besondere Zutaten zu kommen. Vegetarisch ist meinem Gefühl nach in der breiten Masse angekommen und findet sich auf vielen Speisekarten wieder, aber vegan scheint für viele sehr exotisch zu sein.

Unser Mittagessen bereiten wir meist am Vortag zu und nehmen es mit auf die Arbeit. An den Tagen, an welchen wir das nicht getan haben, hatte ich die Möglichkeit ins Mainzer Möhren Milieu zu gehen, einem veganem und nachhaltigem Café. Da war ich bereits vor der explizit veganen Zeit ein paar Mal essen und es war eine nette Abwechslung. Wenn ihr mal in Mainz seid und Hunger habt, findet man dort leckeres und günstiges Mittag.

Gefehlt hat mir während der veganen Zeit nichts. Klar, ich hätte Abends durchaus gerne mal ein Bier gehabt und der Artikel zum Burgerbraten schürte auch die Fleischelust. Letztendlich war aber alles machbar. Merkwürdigerweise bekam ich besonders Hunger auf eine vegane Knolle - Kartoffeln! Bis heute ist mir nicht klar, wieso genau darauf. War es wegen der Stärke?

Ich fühlte mich aber nicht besonders anders. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich bereits zuvor mit meiner Ernährung habe und versucht habe immer ausgewogen zu Essen. In der Regel sogar ohne Fleisch oder Fisch, aber doch viele Milchprodukte.

Komplett tierfreies Leben halte ich für möglich und machbar, habe mich aber dagegen entschieden. Dafür ist mir mag ich Frankfurter Schnitzel, Ahle Worscht und wasnochalles viel zu sehr. Vegane Küche wird es bei uns weiterhin geben, da die Frau weiter vegan leben möchte und ich es sinnlos fände, würden wir für jeden von uns extra kochen. Selbst ohne diese Entscheidung wären vegane Gerichte nicht von unserem Speiseplan verschwunden, eher mehr geworden.

Tschüss Opera

Ich war lange ein Fan von Opera. Der Browser hatte immer aktuelle HTML-Features an Board, er lief stabil und selbst dutzende von gleichzeitig geöffneten Tabs konnten ihn nicht aus der Ruhe bringen.

Leider hat Opera Software irgendwann beschlossen die eigene Engine gegen die von Chrome zu tauschen - und damit allerlei Features zu entfernen. Momentan gibt es nicht mal Support für Lesezeichen - eine der Sachen, in welcher Opera immer gegenüber anderen Browsern geglänzt hat.

Und noch eine Sache stört: die neuen Versionen gibt es nicht mehr für Linux. Seit kurzem gibt es zwar eine Developer Preview, aber eben ohne Features.

Opera ist momentan nichts weiter als ein Betrachter für Webseiten. Es war eine schöne Zeit, aber du wirst mich sicher verstehen, wenn ich sage, dass ich weiter ziehen werde. Vielleicht zu Chromium, vielleicht auch zu Firefox - der mittlerweile auch mit großen Mengen an Tabs kann und diese sogar von Haus aus in Gruppen verwalten kann. Aber du, du bist raus, Opera.