Einfach radeln: Radtourenfahrten

Wenn ich am Wochenende Zeit habe, dann versuche ich eine Runde Fahrrad zu fahren. Manchmal ist es nur eine kleine Runde, aber manchmal habe ich genug Zeit für eine ausgiebige Fahrt. Und mit ein bisschen Glück findet in der Umgebung eine RTF statt. Dafür stehe ich dann auch am Wochenende früh morgens gerne auf!

Radtourenfahrten (kurz RTF), sind von Vereinen ausgerichtete Rundfahrten. Die Strecken sind ausgeschildert und so gestaltet, dass man verschiedene Distanzen fahren kann. Meist sind es Distanzen zwischen 40 und 150 Kilometern. Unterwegs gibt es Kontrollpunkte, an denen man seine Teilnahmekarte abstempeln lassen kann. Die Teilnahmekarten erhält man am Start gegen einen kleinen Obulus. Meist sind es 7-8€, Mitglieder des Bundes Deutscher Radfahrer zahlen weniger. Dafür gibt es dann an den Kontrollpunkten die Möglichkeit seine Getränkeflasche wieder aufzufüllen und Süßes oder Salziges für den Magen.

Ich habe große Freude an den Fahrten! Die Touren führen über für Rennräder gut geeignete Straßen und sind durch die Vereine ausgeschildert. Am schönsten ist es, wenn man die Strecken nicht alleine, sondern als Gruppe bestreiten kann. Das macht nicht nur mehr Spaß, Gruppenfahren ermöglicht in der Regel auch ein schnelles Vorankommen, bei dem es trotzdem immer wieder Möglichkeiten zur Erholung gibt. Selten sind Gruppen reine Zweckgemeinschaften, meist schnackt man während der Fahrten auch und stärkt sich anschließend gemeinsam im Ziel. Falls man nicht vom Start an in einer Gruppe fährt, findet sich unterwegs meist eine Truppe, bei der man mitfahren kann. Wer möchte kann die Strecke natürlich auch alleine bestreiten.

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Shadowrun Spielleiter: Flexibel bleiben

Seit Anfang des Jahres treffe ich mich mit Freunden regelmäßig um Shadowrun zu spielen - die Pen and Paper-Variante. Dabei übernehme ich die Rolle des Spielleiters, schaffe Szenen und Geschichten, bin Verbündeter und Feind zugleich. Für die Spieler sind die Geschichten Missionen, bei denen sie für geheimnisvolle Auftraggeber in der fiktiven Welt (meist illegale) Sachen erledigen sollen.

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Mit der Welt um die Wette laufen

Vor einer Woche stand ein großes Laufevent an. Groß im Sinne von weltweit, groß im Sinne von vielen Teilnehmern. Und trotzdem war mir das Event vorher nicht wirklich bekannt.

Die Läufer unter euch wissen schon, dass es sich um den Wings for Life Worldrun handelt. Bei diesem Lauf werden die Startgelder für die Rückenmarksforschung gespendet - die Veranstaltung lebt von vielen Freiwilligen und Sponsoren, welche all das möglich machen.

Besonders wird der Lauf nicht nur durch seinen Charity-Charakter, sondern auch durch den Ablauf: 30 Minuten nach dem Startschuss fährt das so genannte Catcher Car mit konstanter Geschwindigkeit von 15km/h los. Überholt es einen Läufer, ist dieser aus dem Rennen. Eine Streckenvorgabe gibt es nicht, jeder läuft so weit er kann. Damit auch die sehr schnellen Läufer eingeholt werden, wird das Auto nach einiger Zeit seine Geschwindigkeit erhöhen. Und als wäre das nicht besonders genug, fällt der Startschuss rund um den Globus zur gleichen Zeit - die einen Laufen morgens, die anderen Abends und in Deutschland startet man zur Mittagszeit.

Erstaunlich fand ich bereits beim Abholen der Startnummern die Professionalität, mit welcher das Event umgesetzt wurde. Große Wegweiser vor Ort, gut gefüllte Startbeutel. Neben dem mit diversen Kleinigkeiten, Lese- und Werbematerialien gefüllten Startbeutel gab es auch ein T-Shirt und Wasser sowie eine Dose Red Bull-Energydrink. Wir haben unsere Startnummer am Abend zuvor abgeholt und so gleich die Pasta-Party mitgenommen.

Bevor der Startschuss fiel, traf sich das Team der InteRes Worldrunners zum gemeinsamen Austausch und einer kleinen Fotosession. An der Stelle vielen Dank an InteRes, die nicht nur das Startgeld übernahmen, sondern auch die beteiligten Läufer mit Trikots ausgestattet haben.

So ein Lauf ohne konkretes Ziel ist erst mal sehr merkwürdig. Distanz oder Zeit sind für mich immer die Sachen bei einem Lauf gewesen, an welchen ich mich orientieren kann. Aber einfach so loslaufen und mal schauen? Ja, das geht. Das geht, das geht sogar sehr gut! Ich habe es sehr genossen auf diese Art zu laufen. Meine einzige Vorgabe an mich selbst war, dass ich mehr als 10 Kilometer laufen wollte.

Der erste Kilometer war zäh. Die gut ausgeschilderte Strecke führte die Läufer erst in den Norden Darmstadts, um dann nach Osten und schließlich in Richtung Pfungstadt zu führen. Auf der Strecke fanden sich in regelmäßigen Abständen Verpflegungsstationen, an welchen es Getränke und später auch Obst und Riegel gab.

Das Wetter war gut, bei 18-20° gab es zwischendurch leichten Nieselregen - eine wunderbare Abkühlung beim Laufen! Anfangs fand ich es wenig schwül, aber das verflog beim Laufen. Die vorsorglich mitgenommene Regenjacke kam beim Laufen nicht zum Einsatz.

Es lief gut. Ich habe mich auf meinen Körper konzentriert, habe versucht keine großen Schritte zu machen und in einem Tempo zu laufen, in welchem ich die angepeilten 10 Kilometer gut schaffen kann. Wie gut es lief wurde mir erst so richtig bewusst, nachdem ich die 20 Kilometer-Marke sah. Mensch, 20 Kilometer! So viel habe ich bisher noch nicht an einem Stück hinter mich gebracht. Und irgendwie waren die 21 Kilometer, für mich die magische Halbmarathon-Distanz, dann auch im Sack. So langsam wuchs dabei aber auch die Gewissheit, dass vermutlich bald das Catcher Car von hinten kommen würde.

Aber erst nach dem 24. Kilometer, hat es mich erwischt. Plötzlich viele Begleitfahrzeuge, Menschen fangen an zu sprinten - so auch ich. Ein letztes Mal alles rausholen, die Beschwerden ignorieren und noch ein paar Meter gut machen. Und dann war es vorbei.

Wer mitläuft, muss glücklicherweise nicht den Weg zurück laufen. Busse stehen an festgelegten Orten und sammeln die Läufer ein, bringen sie zum Start zurück. Hat gut geklappt, auch hier sehr professionelle Organisation.

Alles in allem war es ein großartiges Event! Mir hat es vor allem eines gebracht: Lust auf längere Läufe und auch daran an Events teil zu nehmen. Oben drauf gab es einen großen Muskelkater in den Beinen. Aber den habe ich gerne in Kauf genommen.

I Love Free Software

Ich will den heutigen I <3 Free Software-Day nutzen, um ein paar Dankesworte loszuwerden. Ich habe täglich damit zu tun und kann mir nicht vorstellen von diesen Projekten zu einer unfreien Alternative zu wechseln.

i3wm

Der Windowmanager ist seit meinem Wechsel zu ihm ein unverzichtbarer Teil meiner Arbeitsumgebung geworden. Er ist schnell, stabil und unglaublich flexibel. Außerdem funktioniert er grandios mit mehreren Monitoren.

Crunchbang Linux

Die auf Debian basierende Distribution gefällt mir durch die guten Voreinstellungen und die geringen Anforderungen. Leider hat der Maintainer corenominal sich dazu entschlossen die Weiterentwicklung aufzugeben, aber vielleicht wird es als Community-Projekt weiterleben.

KDE

Auch wenn ich mittlerweile selten KDE nutze, beobachte ich die Entwicklungen sehr gespannt. Über Jahre war KDE der Desktop meiner Wahl. Dabei spielten nicht nur die guten Anwendungen, sondern auch die vielen Anpassungsmöglichkeiten eine große Rolle. Gut finde ich auch, dass KDE eine moderne Umgebung schafft und nicht der Vergangenheit nachtrauert!

Z-Shell & oh-my-zsh

Da ich viel mit der Shell unterwegs bin, erfreue ich micht nur an der einfachen Möglichkeit die Shell schön auszusehen lassen, mit oh-my-zsh wird meine Shell zu einem besseren Werkzeug, das mich bei vielen Aufgaben sinnvolle Unterstützung gibt.

Python

Meine Lieblings-Programmiersprache, mit der ich noch immer viel Spaß habe und der ich vermutlich noch viele Jahre die Treue halten werde.

30 Tage vegan - mein Fazit

Für dreißig Tage haben die Frau und ich vegan gelebt. Erst mal als Experiment, begleitet durch das Buch Vegan for Fit von Attila Hildmann.

Das Buch bewirbt diese Tage als _Challenge_, in der man nicht nur die Ernährung (und ein paar andere Dinge) umstellen soll. Dazu gehört beispielsweise, dass man keinen Alkohol trinkt und Abends ab einer bestimmten Uhrzeit, bei uns war das 20 Uhr, nichts mehr isst. Nichts im Sinne von überhaupt nichts.

Wir haben uns vorher überlegt, was wir in dem Zeitraum Essen wollen und einen Plan aufgestellt. Das diente der Vermeidung von Überraschungen und der Möglichkeit besser auf Vorrat einzukaufen. Da einige Zutaten nur in geringen Mengen benötigt werden, hat sich das in meinen Augen schon gewohnt.

Die Wiederholungen beim Essen fand ich nicht schlimm, im Gegenteil gaben Sie Möglichkeiten die Rezepte eher an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Gerade in der ersten Woche waren wir teilweise sehr über die Mengen überrascht. Ich kann euch beruhigen: verhungern wird hier niemand, aber man will ja auch nicht drei Tage am Stück die gleiche Mahlzeit vor sich haben.

Die Portionen waren zumindest für mich erstmal eine Umstellung. Meistens gibt es bei mir Morgens auf Arbeit einen Kaffee und als Frühstück dann das: Das Frühstück, angeblich die wichtigste Mahlzeit des Tages, fällt bei VFF reichlich aus und bildet die Grundlage für den restlichen Tag. Nachdem ich zu Beginn wirklich kämpfen musste, habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt und will das Frühstück nicht mehr missen.

Glücklicherweise sind die Rezepte interessant und es gibt viel Abwechslung. Das gilt nicht nur fürs Frühstück, auch auf Mittag- und Abendessen trifft das ganze zu.

Rückblickend waren meine ersten Kontakte mit veganem Essen Kochrezepte, die ich irgendwo im Netz las und nachkochen wollte. Vermutlich bei bevegt und Frau Jupiter.

So ungewöhnlich die Idee anfangs klingen mag, das vegane Kochen ist wie "normales" Kochen auch, nur vielleicht mit anderen Zutaten. Ich könnte nicht sagen, welche Art der Nahrungszubereitung schneller oder langsamer ist oder mit mehr oder weniger Geschirr auskommt.

Nun gut, ein paar Unterschiede gibt es dann doch, denn man verzichtet auf tierische Erzeugnisse - kein Fleisch, Fisch, Eier und Milch, um mal die Hauptteile zu nennen. Dafür konzentriert man sich auf pflanzliches Essen, die Nahrung ist reich an Obst, Gemüse, Nüssen. Und einigen Produkten, die so ähnlich sind wie ihre tierischen Geschwister: Mandelmilch, Sojasahne. Tofu findet sich auch viel in den Rezepten. Tofu mochte ich bereits vorher sehr - ich liebe Tofu in kräftig gewürzten indischen Gemüse-Curries! Aber ich habe an der Stelle ein wenig zu meckern und das ist der Fokus auf einige teure Produkte, besonders genannt sei hier das Mandelmuß. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man auch Alternativen dazu hätte finden können.

Nachdem mein Körper gut mit Nahrung versorgt war, ist die andere Frage natürlich wie man sich dabei fühlt. Die erste Woche war okay, aber gegen Ende merkte ich, dass mir Snacks fehlten. Ich habe zuvor - eher unbewusst - eine Menge gesnackt. Hier ein Stückchen Schoki, da ein paar Gummitiere. Obwohl wir mit Frühstück, Mittagessen, Matcha-Shake (sehr, sehr toll!) und Abendessen den ganzen Tag über für unsere Versorgung geplant hatten, hatte ich zwischendurch das Verlangen nach Kleinigkeiten.

Das ist auch machbar, aber entweder man greift dabei auf Obst zurück oder muss selbst aktiv werden. Veganes Naschwerk ist prinzipiell im Laden zu bekommen, aber nicht überall und natürlich auch nicht alles. Die Liebste hat hier glücklicherweise reagiert und mich mit Crackern versorgt. So war ich deutlich weniger Grumpy. Später gab es dann noch selbstgemachte, vegane Schokolade und Amaranth-Frucht-Riegel. Die Riegel, die sind der Wahnsinn!

Man kann sie gut mitnehmen, was besonders unterwegs wichtig ist. Als Veganer muss man mit- und am besten vorausdenken. Ich habe während der veganen Zeit eine Schulung im Nirgendwo gegeben und muss gestehen, dass ich dort nicht vegan essen konnte. Je ländlicher die Gegend, desto schwieriger scheint es an veganes Essen oder besondere Zutaten zu kommen. Vegetarisch ist meinem Gefühl nach in der breiten Masse angekommen und findet sich auf vielen Speisekarten wieder, aber vegan scheint für viele sehr exotisch zu sein.

Unser Mittagessen bereiten wir meist am Vortag zu und nehmen es mit auf die Arbeit. An den Tagen, an welchen wir das nicht getan haben, hatte ich die Möglichkeit ins Mainzer Möhren Milieu zu gehen, einem veganem und nachhaltigem Café. Da war ich bereits vor der explizit veganen Zeit ein paar Mal essen und es war eine nette Abwechslung. Wenn ihr mal in Mainz seid und Hunger habt, findet man dort leckeres und günstiges Mittag.

Gefehlt hat mir während der veganen Zeit nichts. Klar, ich hätte Abends durchaus gerne mal ein Bier gehabt und der Artikel zum Burgerbraten schürte auch die Fleischelust. Letztendlich war aber alles machbar. Merkwürdigerweise bekam ich besonders Hunger auf eine vegane Knolle - Kartoffeln! Bis heute ist mir nicht klar, wieso genau darauf. War es wegen der Stärke?

Ich fühlte mich aber nicht besonders anders. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich bereits zuvor mit meiner Ernährung habe und versucht habe immer ausgewogen zu Essen. In der Regel sogar ohne Fleisch oder Fisch, aber doch viele Milchprodukte.

Komplett tierfreies Leben halte ich für möglich und machbar, habe mich aber dagegen entschieden. Dafür ist mir mag ich Frankfurter Schnitzel, Ahle Worscht und wasnochalles viel zu sehr. Vegane Küche wird es bei uns weiterhin geben, da die Frau weiter vegan leben möchte und ich es sinnlos fände, würden wir für jeden von uns extra kochen. Selbst ohne diese Entscheidung wären vegane Gerichte nicht von unserem Speiseplan verschwunden, eher mehr geworden.

Tschüss Opera

Ich war lange ein Fan von Opera. Der Browser hatte immer aktuelle HTML-Features an Board, er lief stabil und selbst dutzende von gleichzeitig geöffneten Tabs konnten ihn nicht aus der Ruhe bringen.

Leider hat Opera Software irgendwann beschlossen die eigene Engine gegen die von Chrome zu tauschen - und damit allerlei Features zu entfernen. Momentan gibt es nicht mal Support für Lesezeichen - eine der Sachen, in welcher Opera immer gegenüber anderen Browsern geglänzt hat.

Und noch eine Sache stört: die neuen Versionen gibt es nicht mehr für Linux. Seit kurzem gibt es zwar eine Developer Preview, aber eben ohne Features.

Opera ist momentan nichts weiter als ein Betrachter für Webseiten. Es war eine schöne Zeit, aber du wirst mich sicher verstehen, wenn ich sage, dass ich weiter ziehen werde. Vielleicht zu Chromium, vielleicht auch zu Firefox - der mittlerweile auch mit großen Mengen an Tabs kann und diese sogar von Haus aus in Gruppen verwalten kann. Aber du, du bist raus, Opera.

ownCloud auf Synology NAS: Fix für Probleme beim Download

Beim Setup einer ownCloud-Instanz auf einem Synology NAS stand ich vor dem Problem, dass ich anschließend über das Webinterface keine Dateien herunterladen konnte.

Das Log zeigte die folgende Meldung:

(20023)The given path was above the root path: xsendfile: unable to find file:

Die Lösung find ich in diesem Foren-Post.

In der Datei /etc/httpd/conf/extra/mod_xsendfile.conf-user habe ich die Option XSendFilePath dem entsprechenden Pfad der Installation eingetragen:

XSendFilePath /volume1/web/owncloud

Anschließend habe ich den Webserver neu gestartet:

httpd -k restart

Läuft.

Wie andere Programmiersprachen uns beeinflussen

Oftmals kann man am Code erkennen mit welcher Sprache der Schreiber vorher gearbeitet hat. Mir ging es definitiv so, dass ich zu meinen Anfangstagen von Python stark von Java beeinflusst war und entsprechende Denk-Muster auch in Python versucht habe anzuwenden. Das hat meist dazu geführt, dass der Code aufwändiger war, als es sein müsste. In der Hinsicht fand ich besonders den Code like a Pythonista gut, welches mich sehr beeinflusst hat.

Sehr interessant fand ich Unpythonic Python, da hier Beispiel-Code gezeigt wird, wie er von jemandem kommen könnte, der vorher in $Sprache programmiert hat und nun zu Python wechselt.

Mitfahren bei der Critical Mass Darmstadt

Vergangenen Freitag habe ich eine sehr angenehme Erfahrung gemacht, denn ich bin bei einer Critical Mass mitgefahren. Die Gruppe von knapp 20 Radlern begann ihre Fahrt am Darmstädter Marktplatz und fuhr dann quer durch die Stadt.

Da eine Gruppe ab 15 Radfahrern als Verband gilt und eine ganze Fahrbahn belegen darf, wurde das Angebot der StVO gerne angenommen. Dass es entsprechende Regelungen gibt, scheint nicht jeder Autofahrer zu wissen, aber das hat der guten, entspannten Stimmung keinen Abbruch getan.

Die gute Stimmung hat mich sehr überrascht, jeder schien Spaß zu haben. Die Gruppe hat aufeinander acht gegeben und es wurde so gefahren, dass jeder mitkommt.

Ich war nach einer Stunde anderweitig verabredet und habe mich verabschiedet, aber meinen Platz haben andere eingenommen. Es waren einige interessierte Passanten und Radler unterwegs und von den Radlern schlossen sich sogar welche spontan an. Alles gar kein Problem.

Ich hoffe, dass diese Gruppenfahrt für mehr Warhnehmung der Radfahrer als Teilnehmer im Straßenverkehr sorgt. Wenn ich mit dem Renner unterwegs bin kommt es immer wieder vor, dass ich angehupt werde oder mir mehr oder weniger freundliche Gesten zu sehen bekomme. Mein bestes Rezept dagegen ist Lächeln und Winken. Glücklicherweise beschränkt sich die Anzahl der unfreundlichen Autofahrer auf eine kleine Gruppe.

Auch hoffe ich auf eine Wahrnehmung der Stadt, da es zwar ein Bewusstsein gibt, dass Radfahrer existieren, die Straßenführung für Radfahrer in Darmstadt aber in meinen Augen vielerorts nicht optimal gelöst ist. Bei der Straßenplanung war es vermutlich wichtig dem automobilen Verkehr freie Fahrt zu ermöglichen. Einerseits wenig verwunderlich bei der Menge an Autos, die täglich durch Darmstadt fahren, andererseits wäre die Förderung weniger umweltverschmutzender Fortbewegungsmittel deutlich attraktivitätsfördernd.

Zumal ich die Hoffnung habe, dass bei besserer Infrastruktur auch mehr Radler in Darmstadt unterwegs sind. Es ist nicht wie die Niederlande, aber die Steigungen sind überschau- und überwindbar und die Fläche von Darmstadt ist gering genug, dass man keine großen Strecken zurück legen muss. Trotz verbesserungswürdiger Infrastruktur ist für mich das Fahrrad in Darmstadt ganz klar Fortbewegungsmittel Nummer eins. Ich muss nicht warten, bis es fährt und bin ruck-zuck an meinem Ziel.

Wer Lust hat sich selbst ein Bild zu machen, am zweiten Freitag im Monat treffen sich die Radler auf dem Darmstädter Marktplatz. Termine werden angeblich auch auf Facebook und Twitter verkündet.

ffm.de Relaunch - und wieso das ein schlechtes Signal sendet

Vorgestern verschwand der Bürgerhaushalt, den man zuvor unter ffm.de fand. Und gestern tauchte dann ffm.de mit neuem Inhalt auf. Ganz neu mit dabei der Punkt Mängelmelder. Man kann nun von seinem Browser aus auf einer Karte einen Punkt auswählen und diesen mitsamt einer kleinen Beschreibung an die Stadt Frankfurt melden, so dass diese sich darum kümmert.

Keine neue Idee, gabs doch schon? Ja, genau das wurde bereits seit den Frühzeiten von Frankfurt Gestalten angeboten. Und das funktioniert auch in der neuen Version noch - ja, ist sogar einer der elementaren Teile von FG. Wir wollten schon immer eine Plattform bieten um Politik mitgestalten zu können.

"Gute Ideen werden nun mal kopiert, wo ist das Problem?" mag sich eins denken. Das Problem ist für mich das Signal, dass da von der Stadt kommt. Anstatt eine Kooperation mit den Ehrenamtlichen zu suchen, zieht man sowas lieber ohne sie hoch. Klar, so hat man die Hoheit über die Daten, kann selbst moderierend eingreifen und es selbstständig weiterentwickeln. Aber es war nie so, dass sich FG gegen das Mitmachen der Stadt gesträubt hat, es kam in diesen Punkten einfach kein Input der Stadt. Und ich sehe keinerlei Bestreben der Stadt die Plattform weiterzuentwickeln, schließlich ist es von der sehr geheimnisvollen Firma polidia GmbH entwickelt worden. Und nach all den Bemühungen von FG zu einer Kooperation mit der Stadt kommt der Mängelmelder der Stadt Frankfurt für mich einem Schlag in die Magengrube gleich.

Die Stadt Frankfurt hat vermutlich nicht unerheblich Steuergelder darauf verwendet, dass sie etwas kopieren, was in ihrer Stadt - für ihre Stadt - bereits existiert. Ob aus Ignoranz oder Unwissenheit kann ich nicht sagen, aber beides ist für mich eine schlechte Entschuldigung dafür, dass in einem Jahr 35.000 Euro jährlich aufgewendet werden müssen.

Ich hätte mich um einiges mehr gefreut, wenn man das Geld genutzt hätte das total veraltete Parlis zu überholen und mit einer API auszustatten, um so auch anderen Anwendungen den Zugriff auf die Daten des Parlamentsinformationssystem zu bieten. Und so werden offene Daten mal wieder mit Füßen getreten.

Und Deutschland, du wunderst dich, dass man hier von Politikverdrossenheit spricht?


Wer abseits meiner persönlichen Empfindungen Kritik zu ffm.de lesen will, dem sei hiermit dieser Post im Blog von Frankfurt Gestalten ans Herz gelegt.