startafire

That blog about stuff.

BSI empfiehlt nicht den IE zu nutzen
2010-01-16 13:48

Aktuell empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dass man nicht den Internet Explorer verwendet. Dafür soll man temporär, so steht es in der Pressemitteilung, einen alternativen Webbrowser verwenden. Temporär? Ich frage mich wirklich, wieso das Wort darin steht. Ich persönlich empfehle lieber eine dauerhafte Nutzung alternativer Browser.

Der Hintergrund des ganzen ist, dass beim Angriff auf Google China und diverse amerikanische Firmen, die so genannte Operation Aurora,  ein noch nicht bekannter Exploit im Internet Explorer ausgenutzt wurde. Im Internet Explorer 6! Der ist zwar unendlich alt, aber es scheint noch genügend Rechner geben, die über eine alte Windows-Installation mit eben jenem Browser verfügen. Außerdem weiß man nicht, ob sich die Sicherheitslücke nicht auch noch in neueren Versionen findet.

Man sollte nicht nur als Privatperson, sondern auch als Firma überlegen, ob man einen solch unsicheren Browser benutzt. Gefahren gibt es zahlreiche, und es tauchen immer wieder neue auf. Das gilt jedoch auch für alternative Browser - nur sind die meist deutlich schneller in der Fehlerbehebung, als dass die Redmonder bei Microsoft sind. Man sollte keine Zeit verlieren, Alternativen gibt es viele!

Das BIOS mit der Maus bedienen
2009-11-28 11:48

Zuerst einmal möchte ich mich für den Titel entschuldigen. Der ist nämlich ziemlich falsch, weil es sich hierbei nicht ums BIOS sondern um UEFI handelt. EFI wurde von Intel als BIOS-Nachfolger entwickelt, da das BIOS doch ziemlich unflexibel und in die Jahre gekommen ist. Mit Version 2.0 der EFI-Spezifikationen nennt sich das ganze dann Unified EFI, kurz UEFI, und wird vom Unified EFI Forum weiterentwickelt.

Asus präsentiert ein Video, in welchem man sieht, wie das UEFI mit der Maus bedient werden kann. Das ist ganz nett für Mausschubser, aber den interessanteren Teil findet man meiner Meinung nach am Ende des Artikels:

Laut Asus soll das gezeigte UEFI vorerst nur für Mainboards der Serie P5Q erscheinen, wann, gab das Unternehmen noch nicht an.

Ich hoffe mal, dass das nicht so ein Scherz wird, wie es damals MSI mit seinen EFI-Boards machte, die zwar angekündigt wurden aber dann nicht so erschienen. Denn dann gäb es einen großen Hersteller, der EFI mit seinen Boards ausliefert.

Mittlerweile kann Windows auch in normalen Versionen mit EFI umgehen. Was vorher speziellen Server-Versionen vorbehalten war, wurde mit Windows Vista 64Bit ab Service Pack 1 auch im privaten Umfeld möglich. Windows 7 scheint UEFI von Haus aus zu unterstützen, allerdings fand ich keine Informationen darüber, ob das auch in der 32Bit-Version der Fall ist oder man wieder zwingend 64Bit benötigt. Also sollte es selbst einem John Doe möglich sein, dass er EFI nutzt. Dass EFI weder kompliziert noch fehleranfällig ist beweist Apple, die seit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren EFI in ihren Rechnern einsetzen.

Linux kommt schon ziemlich lange, seit 2000, mit EFI klar. Beim Kauf eines neuen Boards, was sicher irgendwann geschehen wird, werde ich deshalb darauf achten, dass ich eines mit UEFI bekomme und nicht weiter das veraltete BIOS. Mir kommt es dabei weniger darauf an, dass man nun schöne grafische Menüs hat oder man die Einstellungen mit der Maus tätigen kann. EFI ist in meinen Augen zukunftssicherer und sollte einen schnelleren Start ermöglichen als BIOS.

Schlechter Tag?
2009-11-26 22:22

Wenig Darsteller, anscheinend wenig Budget und trotzdem sehr nett anzuschauen:

Pinky & Brain 5.0 - Bad Day

Ich mag den Humor ;)

(durch Patrick)

Wenn die Festplatte schreit
2009-11-26 22:06

Manchmal hat man eine komische Vorahnung. Oder man hört seltsame Geräusche aus dem Rechner. Spätestens, wenn man diese in Nähe der Festplatte lokalisiert, sollte man sich ein paar Gedanken machen.

Nachdem mein Rechner gestern offen war, gereinigt sowie mit zusätzlichen 4GB RAM bestückt wurde und ich die Richtung der Lüfter geändert habe, fiel mir ein merkwürdiges Geräusch auf. Es klang nach Vibration und die konnte ich auch am Gehäuse ausmachen. Also mal in den offenen Rechner gehorcht und gefühlt. Kleine Schocksekunde: Das kommt von einer meiner Festplatten!

Vor ein paar  Jahren hatte ich schonmal einen Festplatten-Ausfall, welcher mir damals viele unwiederbringlich verlorene Daten  bescherte. Besonders ärgerlich waren dabei die Bilder, welche im Laufe der Zeit gemacht und archiviert hatte. Aber eben nur auf meinem Rechner. Seit dem ist nicht nur Linux das Betriebssystem meiner Wahl, ich mache auch regelmäßig BackUps meiner wichtigen Daten. Damit mir ein solches Dilemma nicht mehr passiert.

Aber was kann man eigentlich machen, wenn das Gefühl hat, dass die Festplatte nicht mehr will, und man darüber Gewissheit möchte. Man kann  z.B. die S.M.A.R.T. Monitoring Tools nutzen, kurz smartmontools. Diese liegen in den Repositorys vieler Distributionen und sind schnell installiert. Unter Ubuntu und Verwandtschaft geschieht das mit folgendem Befehl:

sudo apt-get install smartmontools

Nach der Installation gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aber ich werde nur auf kurz darauf eingehen, wie man seine Festplatte testen kann. Viele Informationen gibts in der Manpage (man smartctl) oder im Internet. Wer eine ausführlichere Anleitung möchte, der kann sich den Artikel Festplattenmonitoring mit S.M.A.R.T. beim BlackBoard anschauen.

Einen kurzen Test startet man mit

smartctl - t short /dev/sdX

Ein langer Test wird mit, eventuell ahnt man es schon, einem long anstatt einem short gestartet. Also:

smartctl - t short /dev/sdX

Beide Befehle veranlassen, dass die Festplatte im Hintergrund getestet wird. Dabei wird auch eine Dauer angezeigt, die der Test voraussichtlich benötigt. Natürlich will man dann auch wissen, was bei dem Test rausgekommen ist. Die Anzeige mache ich per

smartctl -A /dev/sdX

Kommt dabei in der Spalte TYPE öfter mal das Wort PRE_FAIL vor, so bahnt sich ein Versagen an. OLD_AGE zeigt hingegen normale Alterserscheinungen. Da bei mir einige PRE_FAILs zu lesen waren, habe ich mich für den Kauf einer neuen Festplatte entschlossen. Bis es so weit ist, mache ich ein BackUp meiner Dateien und warte auf Linux Mint 8.

Opera: Unite the Web?
2009-11-23 22:00

Heute hat Opera Version 10.10 ihres Browser veröffentlicht und beseitigt damit eine kritische Sicherheitslücke, durch die im schlimmsten Fall fremder Code ausgeführt werden kann.

Achja, und nebenbei gibt es nun Opera Unite! Mit Opera Unite will Opera dem User die Macht über seine Daten wiedergeben und so wird der Browser zum Webserver. Dieser lässt sich durch so genannte "Apps" aufbohren. Damit fungiert dann der PC z.B. als Streaming-Server oder Foto-Album. Man kann dann seinen persönlichen Link an Freunde weiterreichen und diese können die Dienste des Server nutzen. Und das ohne selbst Opera zu nutzen, da Opera zur Darstellung auf Webstandards setzt. Das ist einer der reizvollen Aspekte an Opera Unite! Und erstaunlicherweise haben momentan viele Apps Filesharing zum Thema... ob das der Contentmafia gefallen wird?

Ansonsten bin ich durch den Accont-Zwang auf Opera.com noch nicht so sehr begeistert davon und habe noch keinen Test unternommen. Und wahrscheinlich wird dieser auch auf sich warten. Bis jetzt bleibe ich einfach ein passiver Interessierter

Doch wo wir gerade bei Browsern sind, gibt es auch aus dem Redmonder Lager Neuigkeiten. Aktuell ist vorallem eine Sicherheitslücke beim Internet Explorer 6 und 7, welche CSS in Verbindung mit JavaScript ausnutzt. Böse Sache! Weniger in greifbarer Nähe ist da der IE9, welcher näher an die Leistungen von Firefox & Co rücken soll. Das soll mit Hilfe einer leistungsfähigeren JavaScript-Engine und Support für CSS3 geschehen. Der Weg sich in Richtung Webstandards zu bewegen wird von mir sehr begrüßt, hoffentlich bleibt man bei Microsoft auf diesem Weg.

Zum Thema Webstandards und schönes Code kann ich auch was zeigen: What Beautiful HTML Code Looks Like geht schon einmal auf HTML5 ein und zeigt einige Do's zum Webdesign.

Linux fürs Netbook: Moblin
2009-10-06 21:18

Ja, Moblin v2 rockt. Und zwar ziemlich! Moblin ist eine Linux-Distribution, die speziell für Netbooks und das Leben online entworfen wurde. Das speziell ist hierbei auch ernster zu nemhen als beim Ubuntu Netbook Remix, da Moblin nicht nur auf eine spezielle Oberfläche, sondern auch auf für die Atom-Plattform optimierte Pakete setzt.

Die Oberfläche ist eine eindeutige Besonderheit von Moblin. Sie sieht gut aus und es macht viel Spaß mit ihr zu Arbeiten. Aufgebaut ist sie so, dass man oben die Menüleiste findet, über welche man zu weiteren Anwendungen gelangt. Hervorgeholt wird die Leiste entweder indem man mit der Maus an den oberen Bildschirmrand fährt oder indem man die Super-Taste, aka. Windows-Taste, drückt.

Die Menüleiste offenbart dem User dann Zugriff auf...

  • myZone Hier laufen Termine und die Lieblingsanwendungen auf der linken Seite; zuletzt besuchte Webseites, betrachtete Bilder oder gespielte Lieder in der Mitte und Nachrichten von z.B. Twitter oder last.fm auf der rechten Seiten zusammen.
  • Status Hier kann man Microblogging-Texte abschicken oder den Status für Instant-Messenger setzen.
  • Leute Bietet Zugriff auf die Leute in der Kontaktliste oder im Adressbuch. Durch einen Click auf einen User kann man mit ihm chatten. Wenn sich denn der Instant-Messenger verbinden möchte. Das geht bei mir leider nicht problemlos, vorallem mit meinem Jabber-Account scheint hier Empathy auf Kriegsfuß zu stehen. Schade eigentlich!
  • Internet Hier findet sich der Browser von Moblin. Der User-Agent gibt den Browser als Firefox 3.5 aus und verwendet demzufolge die Gecko-Engine für das Rendering der Webseiten . Allerdings bietet er kaum Einstellungsmöglichkeiten und auch keinen Support für PlugIns.  Somit kann ich leider keinen Werbeblocker installieren, was sehr schade ist.

    Eine Wiedergabe von HD-Videos auf Vimeo klappt leider nicht ohne Ruckler, mit normalen Videos auf Youtube kann der Zwerg aber problemlos umgehen.

  • Multimedia Hier bekommt der User Zugriff auf seine Bilder und Musik geboten. Leider konnte ich Moblin keinen Sound bei einer zum Testen heruntergeladenen MP3 entlocken, der Testton von Moblin kam aber klar und deutlich aus den Boxen.
  • Zwischenablage Wie der Name schon sagt, findet sich hier das Clipboard. Man kann, nachdem man einen Text markiert hat, zur Zwischenablage gehen und ein Drück auf "Kopiere" speichert diesen dann zwischen. Die Zwischenablage kann man durchsuchen und so auch größere Texte wiederfinden.
  • Anwendungen Hier findet sich nun ein Menü im klassischen Sinne, bei dem man Anwendungen in verschieden Kategorien eingeteilt finden und starten kann. Damit man nicht mühsam alle Anwendungsbereiche auf- und zuklappen muss. Hovert man eine Anwendung, so hat man die Option die Anwendung per Stecknadel festzupinnen. Damit erscheint die Anwendung sowohl hier als Lieblingsanwendung, als auch in der myZone, sodass man schnell darauf zugreifen kann.
  • Zonen Die Desktops, von denen man mehr als einen haben kann, nennen sich bei Moblin simpel Zonen. Hier kann man zwischen den angezeigten Anwendungen umschalten.
  • Energie und Helligkeit Hier kann man die Bildschirmhelligkeit anpassen und sieht den Batteriestatus. Bei meinem Samsung NC10 funktioniert das mit der Helligkeit anpassen leider nicht, der Bildschirm leuchtet unter Moblin fröhlich vor sich hin! Das trägt sicher dazu bei, dass Moblin einiges an Energie verbraucht.
  • Lautstärke Hier kann man Moblin sowie die Warntöne stumm schalten oder die Lautstärke anpassen. Auch findet man hier einen Testton um zu checken, wie laut oder leise die Ausgabe nun ist.
  • Netzwerke Hier findet man Zugriff auf Netzwerke in seiner Umgebung. Recht simpel gemacht und funktioniert auch ohne Probleme. Zusätzlich hat man Möglichkeiten einzelne Geräte zu deaktivieren, z.B. ist WLAN obsolet, wenn man sowieso per Kabel surft.
Moblin_Home

Moblin_Browser

Moblin_Wifi

Moblin_Sound

Mit Moblin kann man also einiges machen. Am besten ist natürlich, wenn man Internetzugang hat. Zum Arbeiten ist Moblin in meinen Augen nur minimal geeignet, aber wer gerne unterwegs ist und mit seinem Netbook surft, dem kann ich Moblin ruhigen Gewissens empfehlen. Auch für viele Gelegenheitsanwender kann Moblin reizvoll sein, wenn diese hauptsächlich mal im Web surfen wollen.

Allerdings hat Moblin noch ein paar Dinge, die in meinen Augen verbessert werden können. Allem voran ist die Akkulaufzeit, da entpuppt sich Moblin als zu energiehungrig! Für einen Rechner am Netzteil ist das kein Problem, für den mobilen Dauereinsatz schon. Dann hätte ich gerne mehr Rückmeldungen, wenn Fehler auftreten. Warum mein Jabber -Account nicht so recht will, weiß ich nicht. Es werden keine Fehlermeldungen ausgegeben und mich tief in Logfiles eingraben wollte ich nicht.

Einige User wird sicher auch der relativ begrenzte Paketvorrat stören. Dafür glänzt die Moblin-Software dadurch, dass sie sich gut in Moblin integriert und meist recht flott ist. Die Pakete wurden wirklich für Moblin und die Atom-Plattform zusammengebaut, was man auch bei der Startzeit bemerkt. Moblin benötigt um die 15 Sekunden für einen Start und das ist in meinen Augen sehr ordentlich!

Wer durch diesen Post neugierig wurde, dem rate ich einen Testlauf per USB-Stick. Images und Anleitung gibts bei Moblin. Danach kann man noch immer überlegen, ob man sich Moblin auf dem Netbook installiert. Wie man einen Dualboot dazu einrichtet erfahrt ihr hier.

Gestern vor einer Woche...
2009-10-05 19:17

...war übrigens Bundestagswahl! Gewonnen hat die Partei der Nichtwähler, Kürzel IDIOT. Mit nicht mal 24% der Wählerstimmen folgt die CDU, dann gefolgt von der Verräterpartei SPD mit 16%. Dicht auf ist FDP mit 10%, die Linken folgen mit 8% und haben die Grünen mit ebenfalls 8% im Schlepptau.

Sieht bitter aus? Ja, weil 30% Nichtwähler eben sehr bitter sind. Ohne die liest sich das Ergebnis dann deutlich schöner für alle Parteien. Die Piraten kommen dann auf 2% der Stimmen, was ich ziemlich gelungen für eine erste Bundestagswahl finde. Die Frage ist nur, was nun  mit ihnen passiert. Hoffentlich kam das Zeichen an, aber ich befürchte nicht.

Die neue schwarz-gelbe Regierung ist alles andere als mein Wunschkandidat. Aber ich darf mich beschweren, ich habe gewählt - und nicht diese Regierung! Komischerweise konnte mir bis dato noch niemand sagen, dass er solch eine Regierung möchte. Waren die Leute der OSZE nicht zu Unrecht im Land? Wenn, dann hätten wir wahrscheinlich darüber schon was gehört.

Was uns bleibt ist, dass wir die Regierung an ihre Wahlkampflügen Wahlkampfversprechen erinnern. Zum Beispiel wären da die Steuersenkungen der CDU. Dabei müssen bis zur Ende der Legislaturperiode 40 Milliarden Euro vom Bund gespart werden. Mir ist schleierhaft, wie man das und Steuersenkungen unter einen Hut  bekommen möchte.

Achja, bevor ich es vergesse: Die Ergebnisse der Wahl gibts beim Bundeswahlleiter oder als schönen Graph beim Erdgeist.

Gentoo Ten
2009-10-05 16:08

Zum 10jährigen Bestehen von Gentoo gibt es eine Jubiläums-DVD zum Download, genannt Gentoo Ten. Die DVD dient als lauffähiges Live-System und bringt allerhand aktueller Software mit. So gibt es vor allem im Bereich der Desktop-Umgebungen viel zum Ausprobieren: KDE 4.3.1, GNOME 2.26.3, Xfce 4.6.1, Enlightenment 0.16.8.15, Openbox 3.4.7.2, Fluxbox 1.1.1, TWM 1.0.4. Wer will kann auf Basis der CD sich ein Gentoo-System einrichten und dann sich noch aktuellere Pakete compilen.

Compilen? Kompilieren? Ja, das ist immer noch eine der Besonderheiten von Gentoo: man muss die Software selbst kompilieren! Mit emerge und Portage steht eine ausgereifte Paketverwaltung zur Verfügung und die USE-Flags bieten viele Möglichkeiten sich sein System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen - man bekommt nur die Software, die man auch wirklich benötigt.

Mit der DVD, die es für 32Bit- und 64Bit-Systeme gibt, kommt auch ein tolles Artwork. Ich finde die Farben angenehm und das Hintergrundbild lenkt nicht zu sehr ab.

Im Netz findet man auch einen Podcast zum Making of Ten. In diesem werden einige der Leute hinter der Live-DVD interviewt und es wird darauf eingegangen, wie Ten entstand.

Ich war auch eine Zeit lang Gentoo-User und habe während dieser Zeit viel über mein Linux-System gelernt. Für Neugierige und Wagemutige kann ich Gentoo empfehlen, auch für Menschen, die immer aktuelle Software möchten, ist Gentoo einen Option. Man sollte nur ein wenig Zeit mitbringen.

Moblin 2.0 im Dualboot
2009-09-26 13:40

Gestern wurde Moblin 2.0 freigegeben. Moblin ist eine Linux-Distribution, die sich speziell an Netbooks mit Atom-Prozessoren richtet.

Ich wollte Moblin mal antesten, weil ich die Screenshots ziemlich hübsch fand. Also habe ich mir die ISO runtergeladen und auf meinem USB-Stick installiert. Gefiel mir super in der Benutzung, also wollte ich das ganze auch auf meiner Festplatte verewigt haben. Mein Hauptbetriebssystem wird auf meinem Samsung NC10 zwar Crunchbang bleiben, aber zum Surfen ist Moblin ne feine Sache.

Also habe ich Moblin neu gestartet. Herunterfahren kann man Moblin übrigens nur durch einen Druck auf den Power-Knopf, Menüpunkte dafür habe ich nicht gefunden. Alternativ kann man in der Shell einen shutdown-Befehl absetzen. Beim Bootmenü habe ich dann Boot and Install ausgewählt und mich durch die Installation geclickt. Wichtig ist nun, dass man bei der Konfiguration des Bootloaders diesen in die Partition installiert, in welcher man auch Moblin installiert, in meinem Fall war das /dev/sda7. Ihr müsst darauf achten, dass ihr direkt die Partition auswählt und nicht nur /dev/sda!

Nachdem die Installation abgeschlossen ist, starte man sein normales Betriebssystem und öffnet die Datei /boot/grub/menu.lst zur Bearbeitung mit root-Rechten. Dann kann man für Moblin folgende Einträge vornehmen:

title Moblin 2.0

rootnoverify (hd0,6)

chainloader +1

Die Angabe (hd0,6) müsst ihr natürlich auf eure Festplatte anpassen! Danach speichern, neustarten und beim Auswahlmenü Moblin 2.0 wählen. Nun sollte Moblin starten :)

Endspurt im Wahlkampf
2009-09-24 22:28

Es geht auf das Ende des Wahlkampfs und auf die Bundestagswahl zu. Deutlich macht mir das auch, dass in diversen politischen Blogs massiv die Werbetrommel für die jeweils bevorzugte Partei gerührt wird. Sehr gelungen finde ich die 11 Richtigstellungen zur Piratenpartei bei geekin. Die sind auch interessant, wenn man noch nicht viel mit den Piraten zu tun hat.

Herbert ruft zum Vote like a Pirate-Day auf. Erinnert mich an den Flashmob am 27.09., bei dem alle in ein Wahllokal gehen und dort die Piraten ankreuzen. Irgendein Autor fordert auf die Piraten zu wählen, wobei er von seiner Läuterung vom Nichtwähler zum Wähler beschreibt, was mir recht gut gefällt. Sehr interessant finde ich Warum ich die Piraten wählen, welches in einer langen und kurzen Fassung vorliegt.

Extrem gut gefällt mir auch ein Video, was ich bei den Sachsener Piraten aufgeschnappt habe.

Ich finde es erschreckend, dass man das alles noch einmal vor die Augen gehalten bekommt. Und ich möchte nicht, dass es so weiter geht - für mich ist es klar, dass die alte Regierung da in Richtungen vorstößt, die mir nicht passen. Eventuell treibt das auch weiter die Aktion 10.000 voran. Momentan fehlen noch knapp 1100 Neu-Piraten.

Natürlich gibts auch kritische Stimmen. So konnte ich beim Artikel zum Leak des neuen Logos der Piratenpartei viel lachen, auch wenn die Eingangsgrafik schon ziemlich böse ist. Das erinnerte mich an den Beitrag, warum die Piraten von A-Bloggern gedisst werden. Und dann habe ich heute eine Entdeckung gemacht: Es gibt einen Piratenkritischen Blog namens Piratenwatch! Liegt zwar momentan auf Eis, aber ich finde es trotzdem eine interessante Anlaufstelle.

Nun sind es noch 3 Tage. Die Frage die sich mir stellt ist, wie es bei der Wahl aussehen wird. Wie viele werden tatsächlich die Piraten wählen. Ähnliche Fragen stellt man sich beim ORF, dem Östereichischen Rundfunk. Für diesen Beitrag spreche ich noch eine Empfehlung aus! Letztendlich kenne ich einige Leute, die noch schwanken, wem sie ihre Stimme geben. Oftmals zögern sie mit der Piratenpartei, weil sie denken, dass es eine verschenkte Stimme sei. Ich denke nicht so und sehe dort Potenzial für die Piraten. Selbst ohne Einzug in den Bundestag wäre eine Sache ein Erfolg für alle Parteien: Die Mobilisierung vieler Nichtwähler.