CrunchBang auf dem Netbook

2009-07-29 23:01

CrunchBang Linux (Logo by Richard Querin - rfquerin.org)

So wirklich zufrieden war ich mit dem Ubuntu Netbook Remix (UNR) auf meinem Netbook nie. Der Launcher war nicht mein Freund, Metacity wurde durch OpenBox ersetzt und im Laufe der Zeit kam tint2 anstatt dem Gnome-Panel zum Zuge. Wirklich große Perfomancesteigerungen gab es dadurch leider noch nicht. Ein kleines Manko war auch, dass das Notify OSD ohne Transparenz in meinen Augen sehr hässlich ist.

Schon damals spielte ich mit dem Gedanken CrunchBang Linux, kurz #!, zu verwenden. Vor 3 Wochen wurde CrunchBang Linux 9.04.01 veröffentlicht und ich habe es mittlerweile gewagt CrunchBang anstatt dem UNR zu verwenden. #! ist auf Performance ausgelegt und setzt in der Lite Edition vor allem auf Programme für die Shell. Als Terminal kommt Terminator zum Zug und daran hab ich schon jetzt meine Freude! Terminator ermöglicht sehr einfach Terminal-Splitscreens, z.B. so oder sogar so, und man kann es sogar so einrichten, dass Terminator als Hintergrundbild läuft - nett!

Bei Bedarf kann ich sämtliche auch in Ubuntu mitgelieferten Programme installieren, weil #! auf Ubuntu aufbaut. Und ich habe somit auch die Möglichkeit PPAs aus Launchpad zu nutzen oder einfach .debs zu verwenden. Nachinstalliert habe ich bis jetzt nur eine Hand voll Programme, unter anderem Gnumeric, Finch und Gwibber. Für Gwibber findet sich eventuell noch eine schöne Shell-Lösung, das wär super.

Ansonsten habe ich mich hauptsächlich um die Anpassung der Oberfläche nach meinen Bedürfnissen gekümmert. Glücklicherweise verwendet #! nicht das Notify OSD! Also beschränkte sich meine Arbeit auf Configs bearbeiten und Themes raussuchen. Wie zuvor möchte ich den kleinen 10 Zoll Bildschirm meines Samsung NC10 möglichst gut ausnutzen und es soll gut zu lesen sein. Rausgekommen ist dabei folgendes:

Netbook4

GCalctool, Firefox, Terminator mit htop und Conky im Hintergrund.

Terminator im Vollbild mit gleichzeitiger Anzeige von 3 Shells.

Das Setup umfasst folgendes:

Ich spiele momentan mit dem Gedanken, dass ich CrunchBang auf einer SD-Karte installiere, den passenden Slot hat mein Netbook glücklicherweise, und darüber mein Betriebssystem laufen lasse. Hätte den Vorteil, dass ich die normale Festplatte ausschalten kann und das sollte mir einiges an Strom spare. Der Speicherplatzbedarf liegt dabei bei ca. 1,5GB für die Lite Edition, mit einer 4GB SD-Karte sollte man für Root- und Home-Verzeichnis im Minimalbetrieb gut hinkommen. Bei vielen, großen Daten wirds damit aber eher schwer ;)

Wenn ich das wirklich mache, dann könnt ihr selbstverständlich hier von meinen Erfahrungen lesen ;)

Danke an Richard Querin für die Erlaubnis sein #!-Logo zu nutzen!