Kubuntu-Installation: Ubiquity

2010-05-24 11:40

Ich habe gestern Kubuntu auf meinem Desktop-Rechner installiert. Dabei kam ich nicht umhin den Installer von Kubuntu zu verfluchen. Im Hintergrund steckt ubiquity, im vorne arbeitet ein entsprechendes Frontend. Bei Kubuntu kommt Qt zum Einsatz, bei Gnome natürlich Gtk.ubiquity-frontend-qt bei der Installation von Ubuntu 10.04

Ich kann leider keinen Vergleich zum aktuellen Gtk-Frontend ziehen, aber das Qt-Gegenstück macht keinen so tollen Eindruck. Zuallererst fällt auf, dass es relativ langsam ist. Wechselt man die Sprache, dann scheint sich die Anwendung noch mehr zu verlangsamen. Deshalb habe ich gelernt die Sprache auf Englisch zu lassen und die Sprachpakete einfach nach der Installation zu installieren.

Sprachpakete bringen mich dann gleich zum nächsten Punkt. Ubiquity kümmert sich darum, dass automatisch Sprachpakete heruntergeladen werden. Ich habe leider den Fehler begangen dieses Herunterladen abzubrechen, was dafür sorgte, dass Ubiquity sich schloss. Ubiquity liess sich danach nicht mehr starten, aber ich habe den Rechner mal in gutem Glauben laufen gelassen. Irgendwann kam dann die freudige Meldung, dass Kubuntu fertig installiert sei und ich konnte wählen ob ich den Rechner neu starten oder weiter innerhalb der Live-Umgebung bleiben möchte. Was wählt man? Neustart!

War allerdings keine tolle Idee, denn mich begrüßte zwar Grub, aber auf der Wiederherstellungskonsole.

Nächster Versuch. Was habe ich diesmal anders gemacht? Ich habe nicht die Updates von Ubiquity installiert, wie beim letzten Mal. Normalerweise rate ich jedem dazu, dass er seine Software auf dem aktuellsten Stand hält. Bei Ubiquity habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, wenn man kein Update macht. Und auch keine Umstellung der Sprache! Gerade bei der Auflistung der Festplatten meine ich, dass es im voreingestellten Englisch schneller war.

Dann kann man sich relativ schnell durch das Setup durchclicken und bald sein neues Betriebssystem bestaunen.

Was bei mir allerdings auch vorkam war, dass Ubiquity zu hängen schien. Man clickte auf den Button um zum nächsten Abschnitte zu gelangen und der Mauszeiger änderte sich, so dass er einem signalisiert, dass irgendwas im Hintergrund geschieht. Aber es passiert: nichts.

Erst durch bewegen der Maus und ein paar sinnlose Clicks gehts dann weiter.

Ich frage mich wirklich, woran die schlechte Performance des Qt-Frontends liegt. Das ist nicht nur ärgerlich für die Benutzer, für viele kann das auch ein Grund sein sich Kubuntu nicht zu installieren, weil das Installations-Programm schon keinen tollen Eindruck macht. Es wäre einfach schön, wenn das Frontend einen stabilen und schnellen Eindruck macht, denn an das Betriebssystem, welches man installieren möchte, hat man meist ähnliche Ansprüche. Dass die schlechte Performance hier daran liegt, dass ich von einem langsamen Medium starte, möchte ich ausschließen. Bei der Installation habe ich einen USB-Stick zum Booten verwendet und die Geschwindigkeit beim Starten des Live-Systems war in meinem Augen sehr gut.

Es gibt viele Bugreports in Launchpad und ich kann den Codern nicht unterstellen, dass sie nichts unternehmen. Ich weiss selbst, dass eine Software schwieriger zu warten ist, desto größer sie ist und desto mehr Fälle behandelt werden müssen. Vielleicht schafft jemand mit viel Erfahrung im Qt-Bereich es ja, dass er sich das Frontend mal anschaut und die Flaschenhälse dort entfernen kann. Es wär schön :)