SSD im Samsung NC10

2011-01-09 00:45

Vor ein paar Tagen hatte Zack-Zack eine 64GB SSD im Angebot. Samsung 470 Series. Und ich habe zugeschnuppt, zweimal. Eine fürs Netbook, die andere für den Desktop-Rechner. Gestern kamen sie an und im Laufe des gestrigen Abends wurde sie eingebaut. Ich hatte Besuch, wir saßen beeinander und unterhielten uns über Computer. Dabei vorallem über unsere mobilen Begleiter und wie es der Zufall so wollte hat einer meiner Besucher das Nachfolgemodell meines Samsung NC10, ein N130.

Irgendwann ging es um RAM und den Austausch von selbigem. Ich habe mein Gerät dann mal zu Demonstrationszwecken geöffnet. Das geht in Sachen RAM sehr einfach, da dieser einen eigenen Zugang hat. Aber wo ich gerade dabei bin...

Irgendwie ging es dann noch weiter. Die Schrauben waren schnell gelöst, das NC10 lag wehrlos vor mir. Und doch hat es sich gewehrt. Den entscheidenden Tipp bekam ich durch dieses Video: mit einem Schraubenzieher das Gehäuse an den Scharnieren auseinanderhebeln. Beim Rest hat mich ein Plektrum unterstützt, weil Schraubenzieher durchaus Spuren im Plastik hinterlassen können.

Samsung NC10, geöffnet

Die Festplatte wird durch drei Schräubchen gehalten, wovon eine den Festplattenrahmen befestigt. Die anderen beiden halten die Festplatte im Rahmen und waren bei mir relativ gut befestigt. Der Tausch selbst ging flott, alte Festplatte raus und neue rein - fertig. Nun musste das ganze Spiel noch rückwärts geschehen. Den Gehäusedeckel wieder geschlossen. Dabei ist es hilfreich, wenn man bei den Audio-Ports anfängt. Dann einmal am Rand entlangdrücken, sodass das Gehäuse wieder einrastet. Und dann natürlich wieder die Schräubchen reindrehen.

Alte Festplatte, noch im Gehäuse, und die SSD, noch verpackt.

Was fehlt ist nun das Betriebssystem. Ich habe meine Daten vom Netbook vorher gesichert, Klonen wollte ich das alte System nicht. Die SSD wurde mit zwei 10GB-Partitionen und einer 34GB-Partition ausgestattet. Jeweils 10GB sind für Betriebssysteme, Kubuntu und wahrscheinlich später noch CrunchBang. Die 34GB sind meine Partition für große Files, Musik und Ähnliches. Dass ich noch Platz frei gelassen habe liegt an diesem Beitrag zu SSDs und Linux von Zockertown. Wer eine SSD mit Linux nutzt, der sollte sich diesen Beitrag durchlesen.

Die SSD wurde erkannt.

Bis jetzt habe ich mein Netbook noch nicht so viel genutzt, aber es fühlt sich definitiv flotter an. Ich bin in unter 10 Sekunden beim KDM-Login-Bildschirm. Das Starten von Programmen geht superfix von der Hand. In meinen Augen war die 5200rpm-Festplatte, die mein NC10 vorher verbaut hatte, ein großer Speedkiller und ich sehe mich in dieser Annahme nach dem Wechsel durchaus bestätigt. Gespannt bin ich, ob sich der Wechsel auch in Sachen Akkulaufzeit bemerkbar machen wird.

Kubuntu 10.10 Netbook Oberfläche