Öffentliche Versorgung in privater Hand: Public Private Partnership

2011-05-15 20:43

Ich habe soeben den Film Water Makes Money gesehen, welcher die Machenschaften in Sachen Wasserverkauf aufzeigt. Dabei verkaufen Kommunen (public) den Betrieb und die Wartung der öffentlichen Wasserversorgung an private Firmen, welche dann durch den Verkauf des Wassers ihre Einnahmen generieren.

Diesen Film sollten viele Menschen sehen, damit die Gefahr, welcher man die Öffentlichkeit durch eine Pubic Private Partnership aussetzt, möglichst bekannt wird. PPPs sehen zu Beginn gut aus - auf dem Papier. Aber sehr schnell gibt es für die Bevölkerung keine Vorteile, weil die Unternehmen einzig eine Gewinnmaximierung durchsetzen möchten.

Dabei spielen sich solche Dinge nicht nur in Frankreich ab, auch in der deutschen Bundeshauptstadt hat man bereits Erfahrungen mit einer solchen Partnerschaft sammeln können. Die Stadt Berlin hat einen geheimen Vertrag mit Wasserbetrieben geschlossen, hinter welchen Veolia und RWE stehen. Erst durch eine Volkabstimmung wurde dadurch sichtbar, was zuvor hinter verschlossenen Türen beschlossen wurde.

Aufmerksam wurde ich auf den Film übrigens dadurch, dass die Nachdenkseiten über eine Klage von Veolia gegen einen der Darsteller des Films berichten. Außerdem hat die Privatwirtschaft versucht die Ausstrahlung des Films auf Arte zu verhindern.

Die Zeit für den Film ist also durchaus gut angelegte Zeit!