Gnome 3: mehr nach meinem Geschmack

2011-06-13 09:58

Nach langer Zeit der Benutzung bin ich noch immer sehr zufrieden mit der Gnome Shell. Aber es gibt dann doch ein paar Dinge, die mich stören. Doch glücklicherweise lässt sich die Gnome-Shell mit JavaScript erweitern und es gibt bereits eine große Menge an gnome-shell-extension Paketen in der freien Wildbahn.

Allerdings, das musste ich auch feststellen, sorgen die Extensions unter Umständen auch dafür, dass  die Gnome Shell sich nicht mehr startet. Wenn der Fall eintritt, dann ist die beste Lösung das entsprechende Paket zu deinstallieren bzw. den Ordner aus /usr/share/gnome-shell/extensions zu entfernen.

Zuerst finde ich es doof, dass die sogenannte Top Bar, also der Bereich, in welcher die Uhr und das Aktivitäten-Menü angezeigt wird, immer sichtbar ist. Genutzt wird das Panel von mir nämlich sehr selten. Also was ist dann besser als dass man die Leiste per Erweiterung ausblendet? Die Erweiterung nennt sich Autohide Top Bar, ein Review und Installationsanleitung findet man bei webupd8.

Ein gaaaanz wichtiges Add-On ist außerdem das Alt Status Menu. Das sorgt nämlich dafür, dass man nicht Alt drücken muss, damit der Power Off-Menüpunkt erscheint. Ich gehöre ja zu den Leuten, die ihre Rechner bei Nichtgebrauch ordentlich aus machen, Stand By und Hibernate haben mich nie überzeugen können.

Unter OpenSuse war die Extension schon in den Repos, dort findet ihr sie unter dem Namen gnome-shell-extension-alt-status-menu.

Sehr angenehm finde ich dann noch die Erweiterung, welche es ermöglicht Themes mit Hilfe des Gnome Tweak Tools zu verwenden: gnome-shell-extension-user-theme

Dadurch kann ich als Benutzer ein eigenes Theme verwenden. Und nicht nur dass ich das zu verwendende Theme auswählen kann, ich kann auch einfach eine Zip-Datei mit entsprechendem Inhalt auswählen, welches dann anschließend installiert wird.

Eine Erweiterung, die sicher viele Freunde finden wird, ist die Integration von Pidgin in die Gnome Shell. Damit integriert sich Pidgin in die untere Leiste, wie das schon Empathy in aktueller Version macht. Ich bekomme dann die Möglichkeit, dass ich über die Gnome Shell chatte. Doof ist, dass das Theme entsprechende Farben liefern muss - mein Elementary-Theme verbockt das irgendwie, indem Hintergrund- und Fordergrundfarbe gleich sind.

Wer auf der Suche nach weiteren Extensions ist, dem empfehle ich regelmäßig hier bei webupd8 vorbeizuschauen. Eine Auflistung von Extensions findet sich auch im Fedora-Wiki.

Nun wäre es noch schön, wenn die Gnome Shell erkennen würde, dass eine Extension sie am Starten hinderte und gegebenenfalls diese Extension deaktiviert. Oder dass man als Benutzer ein einfach zu verwendendes Werkzeug bekommt, mit welchem man Extensions auf Benutzer-Ebene (de)aktivieren kann. Das Gnome Tweak Tool erledigt auch das zuverlässig. Aber da Gnome 3 noch immer recht jung ist, bin ich was das angeht sehr zuverlässsig.