Ein Opera, der keiner ist

2011-10-25 20:22

Eigentlich habe ich gedacht, dass im Jahre 2011 Webstandards von den meisten Unternehmen umgesetzt werden und Browserweichen unnötig sind. Zumindest bei Firmen, zu deren Geschäft das Internet gehört, hätte ich das gedacht.

Aber irgendwie bewiesen Amazon, Web.de und GMX (beide United Internet) das Gegenteil. Ein Hilferuf aus dem Bekanntenkreis erreichte mich, dass "web.de merkwürdig sei". Und bei Amazon funktioniere die Buchvorschau mit Opera nicht.

Ich habe mir das fix angeschaut und musste erkennen: Ja, die haben dort Browserweichen. Im Jahre 2011. Und für was?! Für nix! Funktioniert

Glücklicherweise hat Opera eine komfortable Möglichkeit seine Identität zu verschleiern. Dazu drückt man auf der Seite mit Browserweiche F12 (oder macht einen Rechtsclick auf die Seite) und wählt im nun erscheinenden Menü den Punkt Seitenspezifische Einstellungen.

Dort gibt es unter dem Abschnitt Netzwerk einen Punkt Browser-Identifikation. Dort kann man wählen als welcher Browser sich Opera ausgeben soll, neben Opera gibt es den Internet Explorer und Firefox als Auswahl. Opera kann sich als ein anderer Browser ausgeben oder sich als dieser maskieren, was die gründlichere Variante ist. (Hier werden Hinweise auf Opera aus dem User Agent String getilgt.)

Damit ich mit Opera den Blick ins Buch bei Amazon wagen kann, muss ich mich als Firefox maskieren. Bei den Kollegen von United Internet maskiere ich mich als Internet Explorer, da Opera sich nicht als aktuelle Firefox-Version auszugeben scheint.

Frohes Surfen!