Kartusche oder Muskeln?

2016-06-13 22:37

Ein platter Reifen kommt nie zu einem guten Zeitpunkt. Glücklicherweise ist ein Reifen schnell ausgebaut, geflickt und wieder eingebaut. Was dann noch fehlt ist Luft.

In der Vergangenheit habe ich dieses über kleine CO2-Kartuschen in den Reifen bekommen. Den passenden Adapter eingedreht, auf das Ventil aufgesetzt und Sekunden später ist der Reifen um einige Bar mehr gefüllt - auf jeden Fall genug zur Weiterfahrt. Einfach und schnell.

Bisher hat das bei mir gut geklappt, ich war zufriedener Nutzer der kompakten CO2-Patronen. Leider hatte ich bei meinem letzen Wechsel ein großes Problem: die Pumpe hat sich beim Versuch die Ladung abzugeben in ihre Einzelteile zerlegt.

Kaputte CO2-Pumpe

Glück im Unglück war, dass das ganze in einem Wohngebiet passierte. Einer der Anwohner ist glücklicherweise ebenfalls Radfahrer und konnte mir mit einer Pumpe aushelfen. Deutlich unangenehmer wäre es gewesen, wenn das ganze irgendwo auf einer abseits gelegenen Landstraße passiert wäre!

Ich habe also beschlossen auf eine Handpumpe zu wechseln. Die kleinen Exemplare passen bequem in die Trikot- oder Satteltasche und man kann beliebig viele Reifen aufpumpen - solange es die Arme mitmachen. Es ist langsamer und anstrengeder als die Variante mit komprimierter Luft, aber ich erhoffe mir im Gegenzug nicht wieder in so eine unschöne Situation zu geraten.

Meine Wahl fiel letztlich auf eine Lezyne Pressure Drive in small. Die kleine Pumpe wird über eine Schlauch mit dem Ventil verbunden und dadurch ist man bei den Pumpbewegungen etwas flexibler. Außerdem - und das ist besonders für die Rennradler wichtig - kann man über 8 bar damit in den Reifen bekommen. Das setzt allerdings ein wenig Ausdauer voraus.

Lezyne Pressure Drive

Einsetzen musste ich die Pumpe noch nicht, aber sie hat mich schon auf einigen Fahrten begleitet. Testweise hatte ich sie schon im Einsatz, aber der erste Praxiseinsatz darf gerne noch lange auf sich warten lassen. Die Handhabung ist einfach, aber durch die Glatte Oberfläche vermutlich nicht ganz so gut, wenn es nass ist. Die Größe empfinde ich als angenehm, da sie in den Trikottaschen gut Platz findet. Der Pumpe lag noch eine Pumpenhalter aus Plastik bei, der sich an den Trinkflaschenhalterungen befestigen lässt. Ich habe davon Abstand genommen, weil ich einen solchen Halter schon einmal beim Fahren mit dem Fuß abgerissen habe und die Pumpe lieber sicher im Trikot verstaut weiß.

Wann auch immer der nächste Platte kommt: ich bin gewappnet!